25 Mar 2014

Alltag #1

Ich schreibe zur Abwechslung mal etwas über Phuket. Mittlerweile hat man sich etwas eingelebt, sodass einem einige Dinge ganz normal vorkommen, obwohl man am Anfang darüber stolperte. Wie zum Beispiel die Hunde, die überall in den Supermärkten und den Hallen der Universität rumliegen. Ich hoffe der Wortwitz war nicht all zu schlecht. Es sind sehr oft streunende Hunde, die aber meistens sehr friedlich sind, auch wenn sie mitten im Eingang liegen. Dies scheint hier kaum jemanden wirklich zu stören.


Vor ein paar Tagen habe ich mit meinen Thai Buddies deren Freund im Krankenhaus besucht, weil er vom Balkon gefallen ist. Dabei hat er mehr Glück als Verstand gehabt. Er ist aus sicherlich 12m Höhe (oder vielleicht noch etwas mehr) direkt auf harten Steinboden gefallen, ohne sich einen einzigen Knochen zu brechen. Er hatte den Schlüssel in seinem abgeschlossenes Zimmer vergessen und wollte über den, über seiner Wohnung liegenden Balkon zu seinem eigenen klettern. Dabei ist er heruntergefallen, was mich bei der Fassade auch kaum wundert, da es äußerst schwierig zu sein scheint. Er hat sich aber sehr gefreut als ungefähr acht Thai Freunde und ich ihn besuchen kamen. Seine ersten Worte waren an mich gewannt: "How are you?".
Letzte Woche haben wir an der Universität unsere Midterm Exams geschrieben. Hierbei war es einigermaßen unterhaltsam als ein Freund eine Frage zur Aufgabenstellung hatte und der bulgarische Lehrer, welcher zur Aufsicht im Raum war nur antwortete: "I don't know, but enjoy your vacation".


Auf dem folgendem Bild kann man die wöchentliche Müllverbrennung erkennen. Oft wird sich Laub, z.T. aber leider auch Plastikmüll durch Verbrennung entledigt, was sehr unangenehm riechen kann. 


Folgende Folie stammt aus einer Vorlesung an der Universität. Hier wird einem gelehrt, wie man sich im Falle eines Brands verhalten soll.
Ein äußerst leckeres, wenn auch für den an Brot gewöhnten Europäermagen merkwürdiges Frühstück ist Dim Sum. Viele Kleinigkeiten werden einem Frisch serviert. Dies ist ein Frühstück für zwei Personen.


Im Supermarkt gibt es viele Leckereien zu entdecken. Kann man erraten welche Köstlichkeit sich hier verbirgt?


Es sind abgezogene Frösche. 

21 Mar 2014

Singapur

Am Mittwoch habe ich mich relativ spontan dazu entschlossen mir Singapur einmal anzugucken, da es weniger als zwei Flugstunden von Phuket entfernt liegt. Ich habe das Ticket 3,5 Stunden vor Abflug gekauft, anschließend zügig gepackt und mich zum Flughafen begeben. Bei der Passkontrolle in Singapur gab es das Problem, dass ich nicht wusste, wo ich übernachten werde. Dies sollte ich der Kontrolleurin allerdings mitteilen. Nach einigen Verhandlungen war es aber möglich meine Telefonnummer zu hinterlassen.

Als erstes habe ich Geld abgehoben, wobei ich das Problem hatte, dass ich keine Ahnung von dem Wechselkurs hatte und somit quasi blind etwas Geld abgehoben hab. Ich hatte mich vorher aus Zeitgründen nicht mehr darüber informieren können, aber glücklicherweise kam es doch ganz gut hin. Die Geldscheine sind die besten die ich je gesehen habe. Ich habe während meiner gesamten Zeit keine alte oder dreckige Banknote gesehen und irgendwie wirkten sie wie Spielgeld.
Kurz darauf bin ich mit der, gerade im Vergleich mit Phuket, sehr organisierten, sauberen und modernen Metro in die Stadt gefahren um mich zu einem Hostel zu begeben, welches mir von einer Bekannten über drei Ecken empfohlen wurde. Das Hostel ist einem japanischem Kapselhotel nachempfunden. Ich habe mit zehn Leuten in einem Raum geschlafen, allerdings war jedes Bett in einer Art Schrank und man konnte einen Vorhang zuziehen, sodass es sich ein wenig wie ein eigener Raum angefühlt hat. Leider konnte ich dort nur zwei Tage übernachten, weil es ausgebucht war, sodass ich für die letzten zwei Nächte in einem Hotel geschlafen habe. Dort habe ich glücklicherweise ein Zimmer direkt im zweit höchstem Stockwerk bekommen.

In Singapur gibt es sehr viele Hochhäuser, allerdings kann man dort meist nicht einfach in die obersten Stockwerke fahren. Dafür wird eine Schlüsselkarte benötigt. Ich bin jedoch meist einfach in das dritte Stockwerk gefahren, wo die Garage zu finden war, da man dort auch ohne Schlüsselkarte hochfahren konnte um zu seinem Auto zu gelangen. Von dort aus habe ich eine Feuertreppe gesucht und bin die einfach hochgegangen, da diese natürlich offen sein muss. Problematisch ist nur das Verlassen der Feuertreppe in die verschiedenen Stockwerke. Diese Tür ist normalerweise verschlossen. Glücklicherweise haben einige Reinigungskräfte einen Keil vor einigen Türen gesteckt. Das habe ich ausgenutzt um mir Zutritt zu den mir vorenthaltenen Stockwerk zu verschaffen.

In Singapur fiel mir einiges auf:

  1. Heterogene Automarkenverteilung. Die Asiatischen Automarken waren hier natürlich trotzdem etwas häufiger vertreten, allerdings habe ich selten so viele verschiedenen Automarken aus der ganzen Welt gesehen.
  2. In der Metro war es trotz vielen Menschen sehr leise, sodass man eigentlich nur die Geräusche von Füßen und einigen Maschinen gehört hat. Das liegt vermutlich unter anderem dadran, das fast jeder mit seinem Smartphone und Tablet beschäftigt war.
  3. Ich habe noch nie gesehen, dass die Menschen so diszipliniert beim Rolltreppen fahren waren. Links stehen - Rechts gehen. Ich habe äußerst selten gesehen, dass sich nicht an diese Regel gehalten wurde. 
  4. In einem Buchladen wurde die Musikrichtung Dubstep als Hintergrundmusik gespielt.
  5. Unmengen an Schiffen. Man kann wirklich erkennen, dass dies eine Hafenstadt ist, wenn man aufs Meer blickt (was auf dem Panorama Photo und dem einem Nachtphoto zu erahnen ist).
Generell hat mir Singapur sehr gefallen. Eine Stadt mit toller Architektur, sauberen Straßen, viel Technologie und sehr International. Menschen, Essen und Autos sind aus der ganzen Welt zu finden. Ich habe in den vier Tagen unter anderem japanisch, koreanisch, indisch, chinesisch und deutsch gegessen.

Leider hatte ich nicht mein Stativ dabei, weil es nicht mehr ins Handgepäck gepasst hat, deswegen sind vor allem die Nachtaufnahmen sehr rauschig.


































19 Mar 2014

Similan Island & Khao Lak

Es hat etwas gedauert und es ist einigermaßen viel Zeit seit meinen letzten Eintrag verstrichen, jedoch liefere ich im Gegenzug mehr Photos als sonst. Natürlich habe ich auch ein paar Videos gemacht, die werde ich jedoch erst später zusammenschneiden da dies viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber zuerst zum ersten Trip:

Andreas und ich sind Freitags (07.03.2014)  früh mit dem Bus für 100 Baht (2,24€) nach Khao Lak gefahren, was überaus günstig ist, wenn man vergleicht, dass ein Taxi bis zum nächsten Dorf bereits 300 Baht oder mehr kostet. Als wir mit dem Bus die Insel verlassen haben, gab es eine Polizeikontrolle, bei der ein Polizist durch den Bus gegangen ist und einen Mann aus Bangladesh der keinen Ausweis mit sich führte zum Aussteigen gezwungen hat. In Khao Lak haben wir unser Hotelzimmer bezogen und ein wenig den Strand genossen. Anschließend sind wir beide noch etwas durch kleine Straßen flaniert bis wir eine kleine Farm mit einer Lücke in einem Zaun entdeckt haben, durch die wir gegangen sind. Das Gelände der Farm lag am Fuße eines Hügels, den wir einige hundert Meter hochgegangen sind bis wir einen tollen Platz gefunden haben, der sich sehr gut zum betrachten des Sonnenuntergangs geeignet hat.






Am Abend sind meine Thai Buddies, die die Reise dankenswerter Weise organisiert hatten, angekommen und wir sind zusammen Abend essen gegangen. Es war wie auf dem Photo zu erkennen ist eine Mischung aus Raclette und Fondue, bei der ich unter anderem verschiedenste Innereien von Schweinen und Hühnchen ausprobiert habe. Für dieses All You Can Eat Abendessen haben wir pro Person 180 Baht (4€) bezahlt.








Am nächsten Tag hat der eigentlich Trip auf die Similan Islands begonnen. Wir sind mit einem Boot zu den Inseln gefahren und haben an einigen Plätzen geschnorchelt, an einigen Stränden gechillt und an anderen die Aussicht genossen. Ich habe noch nie eine so schöne Wasserfarbe gesehen, sehr beeindruckend, vor allem wenn man in diesem Wasser schnorcheln konnte. Leider waren an einigen Plätzen viele Touristen, sodass man teilweise die Orte zwar sehen aber nicht vollends genießen und erleben konnte. Trotzdem ist es ein Trip der sich auf jeden Fall lohnt. Hier sagen die Bilder mehr als tausend Worte und auch die Videos lassen die Schönheit dieser Inseln recht gut erahnen. (Der Text geht nach fünf Bildern weiter) 



Am Abend sind wir mit dem Boot zurück gefahren und haben den Rest des Tages in Khao Lak verbracht. Wir sind zuerst zu einer Bekannten von meinen Thai Buddies gefahren, die erzählt hat wie sie vor einem Jahrzehnt beim Tsunami, als sie 13 Jahre alt war, mit ihren kleinen Schwester an der Hand vom Wasser flüchtete, welches von drei Seiten auf sie zu kam. Sie hat bei dem Tsunami auch ihre Mutter verloren, war jedoch froh, dass man wenigstens ihren Leichnam finden und dank eines Ringes am Finger identifizieren konnte. So ein Glück hatten viele ihrer Freunde leider nicht. Das war eine sehr traurige Geschichte, die einem das Ausmaß der Zerstörung des Tsunamis verdeutlicht hat.
Als wir zu einem Markt aufbrechen wollten, hat sich ein Hund auf den Motorroller der Bekannten gesetzt und wollte unbedingt mitkommen. Es war ein sehr unterhaltsamer Anblick und es hat einige Zeit gedauert, bis wir losfahren konnten, zumal sich nach einiger Zeit weitere Hunde aus der Umgebung zu dem Ereignis dazu gesellten. Auf dem Markt angekommen habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Heuschrecken, Würmer, Raupen und andere Insekten gegessen. Die meisten waren allerdings nur knusprig und haben nicht sonderlich ungewöhnlich geschmeckt. Nur bei den Raupen konnte man die "Füllung" noch etwas schmecken.

Am Sonntag haben wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten wie Wasserfälle oder Tsunami Gedenkstätten angeguckt bevor wir abends mit dem Bus zurück nach Phuket gefahren sind. Jetzt muss ich allerdings meine Hausarbeit über Luxemburg weiterschreiben. Viel Spaß mit den Photos!